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Reisen zu Dritt

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Reisen zu Dritt

(English below)

Ein sechs Wochen altes Baby erregt durchaus die Aufmerksamkeit anderer Menschen, in etwa so als hätte man einen kleinen, tapsigen Hundewelpen dabei. Als vor ein paar Tagen die norwegische Supermarktkassiererin uns mit großen Augen anschaute und entgeistert nachfragte ob wir wirklich nicht in der Gegend wohnen würden, wurde nochmal klar: für ganz viele Menschen ist es außerordentlich ungewohnt, mit einem Neugeborenen in einem Wohnmobil unterwegs zu sein. Gleichzeitig sehen wir immer wieder andere „junge“ Eltern und denken: „Ach guck’ mal. Noch wer, der sich traut“. Und: Es ist wirklich nicht schwer. Zugegeben, uns fehlt ein Referenzwert, doch es fühlt sich sehr machbar an. Weil das mit dem Stillen sehr gut klappt haben wir immer etwas zu essen für Zoë dabei – was wir dann noch für Ausflüge brauchen ist eine Windeltasche, mehr braucht es nicht. Über ein für uns gutes Tragesystem haben wir uns im Vorfeld informiert (und gekauft), weil uns wichtig war, dass wir auch mit Baby wandern gehen können (klappt wirklich prima). Das Wohnmobil hat Dreipunktgurte und darin ist der Maxi-Cosi von Zoë während der Fahrt sicher befestigt. Ich (Rieke) habe gestern schon halb im Scherz und halb aus Sorge geäußert, dass sobald wir zurück in Deutschland sind und eine feste Bleibe haben ich das Kind vermutlich nie mehr zum Schlafen werde bringen können weil das Geruckel’ des Wohnmobils fehlt… Im Wagen selbst schlafen wir übrigens zusammen in einem Bett; nun gibt es ja tausend Baby-Ratgeber die sagen „Das Beste für ihr Kind!“, andere sagen „Auf keinen Fall!“ – wir folgen unserem Gefühl und davon ab wären die norwegischen Nächte ab und an doch ein wenig zu frisch. Also wärmen wir uns lieber gegenseitig.

 

Und weil wir Euch nicht nur Hochglanzbilder präsentieren, sondern eben alle Seiten des Reisens: es gibt doch auch schattige Momente in diesen Tagen, die allerdings weniger mit der Reise zu tun haben: meine (immer noch Rieke) Hormone spielen gefühlt gerade Fangen mit mir und sind mir meist einen Schritt voraus. Logisch erklären kann ich schlechte Laune oder Überforderung oder Traurigkeit nicht, die unerwartet und manchmal echt grausam kommt und genau so plötzlich wieder geht und absolut nicht von mir steuerbar ist. Es ist anstrengend. Und es nervt auch. Und wenn jemand von euch ein wirksames Mittelchen dagegen kennt möge er es uns bitte mitteilen. Zum Glück ist Zoë unglaublich lieb und stressfrei. Und es ist hilfreich, dass wir auf Reisen sind: zuhause würde ich vermutlich zwischendurch durchdrehen – die unschlagbar traumhafte Natur hier oben ist eine sehr gute Ablenkung!

 

Wir haben schon fluffige Rentiere gesehen (und, ähem, gegessen), tanzende Polarlichter bestaunt, klare Birkenwälder gerochen und durchquert, Karamellkäse in Mengen gekauft und wollen noch typischen Stockfisch probieren und mindestens ein knisterndes Lagerfeuer hinterm Wohnmobil machen! Das Wetter soll noch ein paar Tage sonnig bleiben, Torsten geht dann mal alleine wandern, denn so richtig mit Höhenmetern ist mir das noch alles viel zu anstrengend.

 

Liebe Grüße aus Norwegen! Es ist wunder, wunderschön hier.
P.S.: Warum haben eigentlich so viele Babyklamotten Ohren?!

Traveling as a young family

A six weeks old baby draws peoples’ attentions. It a little bit like having a little fluffy puppy with you. When, a couple of days ago, the cashier in the Norwegian supermarket asked with wide open eyes „so you don’t LIVE here, you travel in a Campervan?“ we realized again: for many people it is very unusual to travel with a newborn. At the same time we come across other young, traveling families quite often and are happy to know there are others who aren’t afraid. And: It is not very hard. Yes, we don’t have any experiences but it seems manageable. Since breastfeeding works very well with Zoë we have food for her with us all the time – anything else we need for a trip to town etc. is for changing diapers. Before we left Germany we bought a wraparound baby carrier because we wanted to have the possibility to go hiking with her (it works very well). The Campervan has three-point belts and in her Maxi-Cosi Zoë is safe while driving. Yesterday I (Rieke) mentioned that it might be hard to get her to sleep without the movement and sounds of the car when back home…I will keep you updated on that. In the van we all sleep in one bed; the Norwegian nights are chilly and it feels better for all of us.

 

And, because we don’t want to present glossy pics: yes, we also have a few darker moments even though that has nothing to do with the travel as such. My (still Rieke) hormones are acting like assholes and are giving me a really hard time sometimes out of the blue. It sucks. It takes a lot of energy and it is absolutely non-controllable. If anyone of you has any idea how to make it easier: please let us know. Fortunately, Zoë is super sweet and very easy to handle. And yes, it is helpful to be on the road: at home, I would probably go nuts – nature up here is a good possibility to be busy with better things.

 

We have seen fluffy reindeer (and, ehm, have eaten them, too), we have seen dancing Northern Lights, have smelled and hiked clean birch woods, have bought tons of Norwegian caramel cheese. The next days we want to try typical dried cod and at least have one campfire behind the van. The weather is supposed to stay sunny the next days, Torsten is going hiking up the mountains (too hard for me right now so I’ll pass).

 

Hi from Norway! It is absolutely breathtaking up here.
P.S.: Why do so many baby clothes have ears? We really don’t get it.